Hormonfreie Verhütung

Hormonfreie Verhütung bedeutet, die Befruchtung einer Eizelle durch ein Spermium zu verhindern ohne Hilfe von künstlichen Hormonen, die den körpereigenen Hormonen Östrogen und Gestagen ähnlich sind. Es gibt verschiedene Arten von hormonfreier Verhütung, wie Kupferkette, Zykluscomputer, Kupferspirale, symptothermale Methode, reine Rechenmethoden, Temperaturmethoden oder Barriere-Methoden. Inklusive Barriere-Methoden ergeben sich 15 verschiedene Möglichkeiten der hormonfreien Verhütung.
Dennoch vertrauen ca. 70 % der Frauen zwischen 18 und 29 Jahren in Sachen Verhütung immer noch auf die Pille.1 Doch diese hat häufig verschiedene Nebenwirkungen. So berichten viele Frauen von Stimmungsschwankungen. Bislang konnten Studien dies noch nicht beweisen, doch eine dänische Studie veröffentlichte gerade den „möglichen Zusammenhang zwischen hormonellen Verhütungsmitteln und Depressionen“.2

 

Aufklärung über hormonfreie Verhütung

Hormonfreie Verhütung

Trotz der positiven Effekte von Verhütungsmethoden ohne Hormone werden Frauen oft nicht hinreichend beraten. Vor allem Ärzte raten oft nur zu den „schnellen“ hormonellen Verhütungsmethoden, ohne die Frau richtig kennenzulernen und ihr zu einem passenden Verhütungsmittel zu raten. Dies liegt häufig daran, dass hormonelle Verhütungsmittel stärker beworben werden von der Pharmaindustrie.

 

Vorteile hormonfreier Verhütung

Hormonfreie Verhütung hat viele Vorteile für Frauen, die nicht unter starken Menstruationsbeschwerden leiden: Die Sicherheit der Verhütungsmethoden, die hormonfrei sind, ist höher als viele denken. Vor allem an Kupferkette oder Verhütungscomputer muss man nicht täglich denken, sodass Anwendungsfehler, wie Vergessen der Pilleneinnahme, reduziert werden.

Zudem bleibt der normale Zyklus bei hormonfreien Verhütungsmethoden bestehen. Er wird nicht auf „künstliche“ 28 Tage gekürzt und unterliegt den normalen Schwankungen. So kann Frau sich erleben, wie sie wirklich ist, und lernt sich besser kennen. Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Ähnliches bleiben bei hormonfreier Verhütung oft aus. Zwar können prämenstruelle Symptome mehr wahrgenommen werden, aber wenn man sich erst einmal richtig kennenlernt, kann man diesen gezielt entgegenwirken. Und dies ist oft besser, als den ganzen Zyklus über Nebenwirkungen zu haben.

Auch sind Methoden der hormonfreien Verhütung gleichteuer oder sogar billiger als hormonelle Verhütungsmittel. Libidoverlust durch künstliche Hormone ist mit hormonfreier Verhütung nicht möglich. Zudem berichten viele Frauen, dass sie ihr Wunschgewicht nach Absetzen der hormonellen Verhütungsmethode zurückerlangt hätten. Denn hormonelle Verhütungsmittel führen manchmal zu Wassereinlagerungen. Diese kann der Körper erst abbauen, wenn das Verhütungsmittel abgesetzt ist.

 

InfoWas ist hormonfreie Verhütung?

Hormonfreie Verhütung bedeutet, die Befruchtung einer Eizelle durch ein Spermium zu verhindern ohne Hilfe von künstlichen Hormonen, die den körpereigenen Hormonen Östrogen und Gestagen ähnlich sind. Es gibt viele verschiedene Methoden der hormonfreien Verhütung. Wir haben die wichtigsten für Sie hier zusammengefasst. Wenn Sie mehr über Barrieremethoden erfahren möchten, klicken Sie hier.

 

Eine Studie von Michelle Russell ergab, dass Hormone einen so beeinflussen, dass man sich einen anderen Partner sucht als ohne Hormone. Daher gehen viele Ehen nach der Geburt eines Kindes in die Brüche. Nach jahrelanger Pilleneinnahme merkt Frau, dass sie ihren derzeitigen Partner „nicht gut riechen“ kann.3 Frauen lernen sich mit hormonfreier Verhütung besser kennen und fühlen sich wohler in ihrem Körper. Statt Stimmungstiefs sind Stimmungshochs nun an der Tagesordnung. Frauen, die nicht unter Menstruationsbeschwerden leiden, sollten daher eher zu Verhütungsmitteln, die hormonfrei sind, greifen.

 

Hormonfreie Verhütung für junge Frauen

Hormonfreie Verhütung ist auch für junge Frauen geeignet. Zwar sind einige Methoden nicht empfehlenswert, da der Zyklus von jungen Frauen und Mädchen sich erst noch einpendeln muss, aber es gibt genug Möglichkeiten. Die hormonfreie Spirale Gynefix (Kupferkette) oder auch die Kupferspirale stellen solche Möglichkeiten dar. Beide sind unter den Spiralen, hormonfreie Varianten. Sie enthalten Kupfer, das eine Schwangerschaft verhindert.

 

Hormonfreie Verhütung für reife Frauen

Symptothermale MethodeOft veranlasst die plötzliche Angst vor Langzeitschäden wie Herzinfarkt, Thrombose o.ä. Frauen nach einiger Zeit dazu, ihr Verhütungsmittel zu hinterfragen und eine Alternative zur Pille, die hormonfrei ist, zu suchen. Gerade noch verschrieben möchte man sich nun mit der Methode auseinandersetzen.


Frauen, die die Pubertät hinter sich gelassen haben, können daher auf alle Arten der hormonfreien Verhütung zurückgreifen. Denn der Zyklus einer Frau ist ab ihrem 25. Lebensjahr stabiler. Während er zwischen dem 30. Und 39. Lebensjahr am stabilsten ist. Erst nach dem 45. Lebensjahr nehmen Zyklusstörungen deutlich zu (Ausnahme sind die Wechseljahre).4 Reifere Frauen kennen sich und ihre Bedürfnisse zudem besser. Auch sind sie gewollter, sich mit ihrem Körper auseinanderzusetzen und gegebenenfalls mehr Zeit in ihre Verhütung zu investieren.  

 

Die Möglichkeiten der hormonfreien Verhütung sind vielfältiger als man erst einmal denkt. Auf unseren Seiten können Sie daher mehr über die einzelnen Arten der hormonfreien Verhütung erfahren. Über jede Methode haben wir das Wichtigste zusammengefasst. Damit Sie informierter mit Ihrem Arzt sprechen können.

 

 

 

1  "Moderne Alternativen zur Pille wenig bekannt: Junge Frauen brauchen Nachhilfe in Sachen Verhütung" (2017) aus Frauenarzt 58(2), S. 168

2 "Hormonelle Kontrazeptiva erhöhen Risiko auf Depressionen", Ärzteblatt online vom 29. September 2016 in JAMA Psychiatry, erwähnt auf familienplanung.de Nachrichten 04.10.2016, https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/70710; Studie: SkovlundC,MørchL,KessingL,etal.Associationofhormonalcontraception with depression.JAMAPsychiatry2016.doi:10.1001/jamapsychiatry.2016.2387

3 "Ohne Pille wirkt der Partner plötzlich anders" Fanny Jiménez, 27.11.2014, https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article134783329/Ohne-Pille-wirkt-der-Partner-ploetzlich-anders.html

4 Raith-Paula, Frank-Herrmann, Freundl und Strowitzki (2008) Natürliche Familienplanung heute, 4. Aufl., S. 136

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