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Verhütungsring

Anwendung Verhütungsring

Der Verhütungsring hat einen Durchmesser von 54 Millimeter und besteht aus einem medizinischen Kunstoff, der weder Latex noch Silikon enthält. Er funktioniert ähnlich wie die Pille auf der Basis von Östrogenen und Gestagenen. Der Verhütungsring wird von der Frau selbst wie ein Tampon in die Scheide eingeführt. Durch seine flexible Form passt er sich gut an und sollte nicht als störend empfunden werden. Nach 21 Tagen wird der Vaginalring wieder entfernt und entsorgt, es erfolgt eine einwöchige Pause, in der es durch den Hormonentzug zu einer menstruationsähnlichen Blutung kommt. Nach dieser Pause wird ein neuer Verhütungsring eingeführt.

 

Anwendung Verhütungsring

Wirkung Verhütungsring

Der Verhütungsring setzt Östrogene und Gestagene frei, die durch die Schleimhaut der Scheide direkt in das Blut übergehen. Der Eisprung und die Einnistung einer befruchteten Eizelle werden hormonell verhindert. Das Gestagen verändert zusätzlich die Konsistenz des Schleims im Gebärmutterhals, so dass kaum Samenzellen bis zur Gebärmutter vordringen können.

 

Vorteile Verhütungsring

Der Verhütungsring erinnert in seiner Wirkung an hormonelle Verhütungsmethoden wie die Pille. Im Gegensatz zur Pille besteht jedoch keine Beeinträchtigung der Verhütungssicherheit bei Erbrechen oder Durchfall. Zudem ist die Hormondosis des Verhütungsrings geringer als bei der Pille, weil die Hormone keinen Umweg über den Magen-Darm-Trakt machen müssen.

Nachteile und Nebenwirkungen Verhütungsring

Hormonelle Verhütungsmethoden können Nebenwirkungen verursachen. Der Verhütungsring kann wie die Pille zur Störung der Libido führen. Manche Frauen klagen über Gewichtszunahme oder Brustspannungen. Außerdem kann der Vaginalring beim Geschlechtsverkehr als störend empfunden werden. Die Frau ist durch den Verhütungsring einer täglichen hormonellen Belastung ausgesetzt, auch wenn es nur gelegentlich zum Geschlechtsverkehr kommt.
Der Verhütungsring schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.



Für die freundliche Bereitstellung der Bilder danken wir dem Museum für Verhütung & Schwangerschaftsabbruch in Wien