Verhütungsmittel

Verhütungsmittel gibt es schon seit je her. Doch was gibt es für Arten? Wer zahlt für Verhütungsmittel und wie sicher sind Sie? Das und weitere Fragen stellt man sich oft. Wir haben für Sie das Wichtigste zusammengefasst.

Geschichte der VerhütungsmittelVerhuetungsmittel

Die Geschichte der Verhütungsmittel ist mindestens 40-50 Jahrhunderte alt. Schon im alten Ägypten versuchten Frauen ihren Muttermund mit Hilfe von Krokodilausscheidungen und Akazienhonig zuzukleben, sodass keine Spermien hineinkommen konnten. Auch das Kondom hat sich seit Jahrzehnten weiterentwickelt: Als erster Überzieher dienten Fischblasen des Störs. Diese wurden später durch Schafsdärme ersetzt. Seit 1870 wurde Gummi als Material für Kondome eingesetzt. Mittlerweile bestehen sie aus Latex.
Verhütungsmittel für Frauen haben ebenfalls eine enorme Entwicklung durchgemacht. Nach Scheidenspülungen gibt es mittlerweile Diaphragmas, die Pille und Spiralen. Zudem verhüten viele Frauen natürlich, um sich und ihren Körper besser kennenzulernen. Daher haben Männer und Frauen eine Vielzahl von Methoden zur Auswahl, um mit Sicherheit eine Schwangerschaft zu vermeiden.

Das sicherste Verhütungsmittel

Welches das sicherste Verhütungsmittel ist, lässt sich anhand des Pearl Indexes sagen. Der sogenannte Pearl Index gibt Aufschluss über die statistische Sicherheit einer empfängnisverhütenden Methode. Hierbei wird für jede Verhütungsmethode beobachtet, wie viele Frauen innerhalb eines Jahres trotz der Anwendung des Verhütungsmittels schwanger wurden. Man geht hierbei immer von 100 Frauen aus. Das Kondom mit einem Pearl Index von 3 bedeutet also, dass innerhalb eines Jahres von 100 Frauen, die nur mit Kondom verhütet haben, 3 Frauen schwanger geworden sind. Statistisch gesehen sind daher viele Verhütungsmethoden sehr sicher. Selbst natürliche Verhütung, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut, ist bei richtiger Anwendung eine zuverlässige Methode. Doch fast jede Methode unterliegt Anwendungsfehlern, Insertionsschwierigkeiten und weiteren Umständen. Daher muss jeder individuell entscheiden, welches Verhütungsmittel ihr und ihm gut tut und zudem sicher ist. Eine Latex-Allergie, Hormon-Unverträglichkeiten oder Menstruationsbeschwerden können ein Grund sein, sich für oder gegen eine bestimmte Verhütungsmethode zu entscheiden.

 

Info

Wussten Sie, was der Pearl Index ist?

Der Pearl Index gibt an, wie viele Frauen von 100 Frauen innerhalb eines Jahres trotz einer bestimmten Verhütungsmethode schwanger geworden sind. Beispiel: Ein Pearl Index von 1 bedeutet, dass mit Verhütungsmethode x, von 100 beobachteten Frauen 1 Frau innerhalb von einem Jahr schwanger geworden ist.

Arten

Die Wahl der richtigen Verhütung fällt nicht immer leicht. Denn mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Arten: hormonelle Verhütungsmittel, hormonfreie Verhütungsmittel und Verhütungsmittel, die als Barriere funktionieren. Diese drei Arten unterscheiden sich jedoch:


Hormonelle Verhütungsmethoden verhindern den Eisprung bzw. das Einnisten eines Eis in der Gebärmutter. Hierzu zählen Pille, Hormonspirale oder auch das Hormonpflaster.
Auch ohne Hormone kann der Eisprung verhindert werden bzw. der Eisprung eingegrenzt werden. Bei einer Eingrenzung durch z.B. Zykluscomputer muss nur gezielt zusätzlich verhütet werden. Hierzu zählen auch chemische Verhütungsmittel.Chemische Verhütungsmittel sind Cremes, Gels, Zäpfchen oder Schwämmchen, die durch Spermizide die Spermien abtöten.Natürliche Verhütung greift nicht in den normalen Zyklus ein und wird daher immer beliebter. Barriere-Methoden wie Kondom oder Diaphragma verhindern, dass Spermien bis an die Gebärmutter herankommen. Sie müssen nur zum Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs benutzt werden und bieten somit viele Vorteile.

Wer zahlt mein Verhütungsmittel?

Die Kosten der meisten empfängnisverhütenden Mittel muss man selbst übernehmen. Rezeptpflichtige Verhütung, wie hormonelle Methoden, werden bis zum vollendeten 20. Lebensjahr von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Hierzu zählen: Hormonpflaster, Pille und Dreimonatsspritze. Ab 18 Jahren wird eine Rezeptgebühr fällig. Ist man unter 14 Jahre alt, braucht man zudem die Zustimmung der Eltern, um ein hormonelles Verhütungsmittel verschrieben zu bekommen. Bei der Verhütung ohne Hormone entstehen oft nur einmalige Kosten für die Anschaffung eines Zykluscomputers oder das Legen einer Spirale.
Ob man die Kosten für die Verhütung alleine übernimmt oder mit dem Partner teilt, ist jedem Paar selbst überlassen.

Fazit

Verhütungsmittel haben sich über die Jahrhunderte weiterentwickelt. Die Sicherheit sich vor einer Schwangerschaft zu schützen, hängt von der jeweiligen Methode der Empfängnisverhütung sowie des Gebrauches ab. Man unterscheidet zwischen hormoneller Verhütung, Verhütung ohne Hormone und Barriere-Methoden. Lediglich für hormonelle Verhütung übernimmt die Krankenkasse bis zur Vollendung des 20. Lebensjahrs die Kosten. Trotzdem ist dies nicht die immer das gesündeste Verhütungsmittel für jede Frau, da hormonelle Verhütung in den Zyklus der Frau eingreift. Hier bieten hormonfreie Verhütungsmethoden, wie Zykluscomputer, oder Barriere-Methoden einen erheblichen Vorteil.

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