Verhütungsschwamm

Der Verhütungsschwamm wird nicht mehr produziert!

Der Verhütungsschwamm ist ein kleines, rundes, mit Spermizid getränktes Kunststoffschwämmchen aus Polyurethanschaum. Die Anwendung eines Verhütungsschwamms ist einfach, da er ähnlich wie ein Tampon eingeführt wird. Er wurde über interanationale Apotheken verkauft und war unter anderem von der Marke Protectaid erhältlich. Vier Schwämme kosten ca. 9 €. Die Verhütungssicherheit wird mit einem Pearl Index von 17-25 angegeben.

Verhütungsschwamm

Anwendung Verhütungsschwamm

Das Verhütungsschwämmchen wird so tief wie möglich in die Vagina geschoben und muss vor dem Muttermund sitzen. Es kann 1-2 Stunden vor dem Geschlechtsverkehr eingeführt werden. Die genaue Nutzung variiert ein wenig von Produkt zu Produkt. Hier ist ein Blick in die Gebrauchsanweisung sinnvoll. So variiert die Schutzdauer auch – meist wirkt ein Verhütungsschwamm etwa 24 Stunden, auch bei häufigem Geschlechtsverkehr (Bitte dringend die Gebrauchsanleitung beachten!). Das Verhütungsschwämmchen sollte mindestens sechs bis acht Stunden in der Scheide verbleiben, damit sichergestellt ist, dass keine Spermien überleben. Maximal darf ein Verhütungsschwamm 12 Stunden getragen werden, damit es nicht zu Reizungen der Scheidenschleimhaut kommt.

Fakten

  • Der Verhütungsschwamm wird nicht mehr produziert
  • Er bildet eine Barriere zur Gebärmutter und ist mit Spermiziden getränkt
  • Besteht meist aus Polyurethanschaum
  • Wird ähnlich wie ein Tampon angewendet
  • Kann nur einmal verwendet werden

Vorteile

  • Muss nur verwendet werden, wenn es tatsächlich zum Verkehr kommt
  • Unabhängig vom Gynäkologen
  • Ohne Hormone
  • Kein Eingriff in den weiblichen Zyklus
  • Eine Schwangerschaft ist direkt nach Absetzen möglich

Nachteile

  • Es kann zu einer allergischen Reaktion auf Spermizide kommen
  • Es gab Fälle des toxischen Schocksyndroms
  • Mögliche Schleimhautreizungen
  • Relativ unsichere Verhütungsmethode
Diaphragma

Das Diaphragma wird direkt vor dem Muttermund eingesetzt, wo es Spermien vor dem Eindringen in die Gebärmutter hindert.

Portiokappe

Die Portiokappe wird über den Muttermund gestülpt und stellt somit eine Barriere-Methode dar.

Lea Contraceptivum

Das Lea Contraceptivum eignet sich optimal für Frauen die hormfonfrei verhüten möchten und unter einer Latexallergie leiden.

Kondom und Femidom

Das Kondom gehört zu einer der beliebtesten Verhütungsmethoden. Gleichzeitig schützt es vor übertragbaren Krankheiten.

Spermizid

Spermizide bestehen aus dem Wirkstoff Nonoxynol und haben eine samenabtötende Wirkung.

  1. https://www.netdoktor.de/sexualitaet/verhuetung/verhuetungsschwamm/
  2. Bild mit freundlicher Unterstützung des Verhütungsmuseums in Wien: https://www.muvs.org/de/verhuetung/scheidenbarrieren/protectaid-sponges-id1569/
  3. https://en.wikipedia.org/wiki/Contraceptive_sponge